Was bedeutet Spiritualität für mich? Wer oder was ist Gott oder mein höheres Selbst?

Hier sind einige meiner Gedanken und Erfahrungen zum Thema Spiritualität und Gott.

Ich habe schon als Kind immer einen starken Bezug zur Natur gehabt. Ich fühlte mich mit der Erde, den Pflanzen und Tieren sehr verbunden. Auch war ich immer überzeugt davon, dass es Magie gibt. Diese Magie war schließlich überall um mich herum spürbar. Meine Schwester und ich spielten oft mit unseren zwei besten Freundinnen die Hexenserie Charmed nach. In unserer Fantasie waren wir mutige, selbstsichere Hexen.

In der Pubertät verlor ich dann durch mein ‚Erwachsen werden‘, das zur Vernunft kommen, die Scheidung meiner Eltern sowie die durch-rationalisierte-Ausbildung diesen starken Bezug zur Magie in mir und um mich herum. Ich verlor meine kindliche Unschuld, die Neugier und Freude, welche bis dahin meine zweite Natur war. Ich passte mich dem an, was ich dachte, das von mir erwartet wurde…

Ich wollte doch nur dazugehören und geliebt werden und wusste es nicht besser. Außerdem hatte ich panische Angst davor verlassen oder ausgeschlossen zu werden. Deshalb tat ich alles, um ja ‚reinzupassen‘, um den Menschen um mich herum ‚zu gefallen‘. Mein Leben wurde fremdbestimmt. Ich lebte das Leben der ‚Anderen‘. Auch mein Bezug zu Gott litt sehr darunter. Ich vergaß wer ich war und dadurch auch wer Gott war.

Meine Rückkehr zu mir selbst und zu meiner Spiritualität begann mit meiner Heilung. Ich besuchte Persönlichkeitsentwicklungskurse, welche einige wichtige Fragen in mir aufwarfen und mein Unterbewusstsein auf eine Suche schickte. Diese Suche führte mich zur Yoga Praxis und zu einer Freundin, die eine Kinesiologie Ausbildung machte. Ich begann mich von Freunden und Bekannten coachen zu lassen. Dadurch konnte ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Teil meines Scheidungs-Traumas aufarbeiten. Ein Teil der Mauer, welche ich jahrelang sorgsam um mich herum aufgebaut hatte, begann zu zerbröseln und wurde durchlässiger. Das erste Mal seit Jahren flossen wieder heilsame Tränen an meinen Wangen hinab. Ich schaffte es endlich zu weinen und den Verlust meiner Stammfamilie zu betrauern. Ich begann mich langsam wieder zu spüren. Es war als würde ich nach einem langen Schlaf aufwachen.

Ich befasste mich von da an weiterhin regelmäßig mit allem was das Thema Heilung betraf. Es faszinierte mich und ich wollte unbedingt mehr wissen. Ich spürte tief in mir drinnen, wie wertvoll all das für mich war. Welcher Schatz nach jeder einzelnen Sitzung auf mich wartete. Ich entwirrte familiäre, karmische, seelische Verstrickungen, fühlte ungefühlte Emotionen, öffnete mich für meine wahre Natur und Berufung. Ich suchte und heilte mich selbst mutig, entschlossen und als wäre es das Selbstverständlichste der ganzen Welt. Ich sammelte all diese Erfahrungen, saugte all das Wissen auf wie ein Schwamm und befreite immer mehr Teile von mir selbst aus den Tiefen meiner Seele. Ich löste mich todesmutig von alten Ideen, Konzepten und Glaubenssätzen die ich von anderen Menschen unreflektiert übernommen hatte. Bis ich mich immer klarer, reiner und bewusster selbst wahrnehmen und spüren konnte. Ich fand mich selbst. Ich erkannte das göttliche Licht in mir. Ich erinnerte mich wie groß, wertvoll, wichtig und liebevoll ich wirklich war.

Auf meiner Reise zu mir selbst, erfuhr ich unzählige spirituelle Erlebnisse, die mit dem rationalen Verstand einfach nicht erklärbar sind. Ich spüre schon immer ein tiefes fast unerschütterliches Vertrauen in mir. Dieser Teil von mir weiß einfach, dass es mehr gibt, als wir mit unseren Augen sehen können. Mehr, als wir mit unseren Händen ertasten können. Mehr, als wir mit unserem Verstand logisch erklären können.

Das Unerklärbare, das Mystische, die Leere zwischen den Atemzügen, die Stille, das Nichts, die Magie und das Wunder des Lebens an sich…

All das ist für mich von göttlicher Natur. Das ist mein persönlicher Beweis dafür, dass meine Spiritualität realer ist als so manches, was wir sonst als ‚Realität‘ bezeichnen.

Gott ist überall um uns herum und vor allem tief in unserem Inneren verborgen. Gott ist der Schlüssel zu unserer göttlichen Essenz, welche tief in uns selbst vergraben ist.

Ich spreche von dem Teil in dir, welcher immer still, friedlich, wissend und liebevoll ist. Du triffst ihn in der Ruhe, in der Stille, wenn du dich bewusst für ihn öffnest. Du findest ihn in der Pause zwischen zwei Atemzügen, zwischen zwei Gedanken. Er braucht dein Vertrauen, dein Loslassen, deine Hingabe ans Hier und Jetzt. Er braucht deine volle Aufmerksamkeit.

In Liebe und Dankbarkeit,

Cornelia Aurelia

1 thought on “Was bedeutet Spiritualität für mich? Wer oder was ist Gott oder mein höheres Selbst?

  1. Roswitha Lackinger 2. August 2019 — 15:51

    toller Artikel über Spiritualität, super geschrieben, hat mich sehr beeindruckt.
    lg Roswitha

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